Silke Boldt Autorin
Silke BoldtAutorin  
25.05.2020
Silke schreibt
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Die Aussichten auf den Urlaub sind in diesem Jahr anders. Lang gehegte Wünsche müssen verlegt oder gar begraben werden. Von einigen Leuten hat man den Eindruck, sie würden nur von Urlaub zu Urlaub leben. Mir persönlich wäre das zu wenig. Es gibt mehr, als nur diese paar freien Tage im Jahr. Ich lege großen Wert darauf, auch die riesige Lücke zwischen den Urlauben mit Leben und Glück zu füllen. "Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten." (Pearl S. Buck) (Click to-Tweet) Natürlich drängt einen alles nach draußen, jetzt in dieser Zeit, in der die Tage länger und auch wärmer werden. Aber, warum in die Ferne schweifen, wenn es 1. so wie so nicht möglich ist und 2. man seinen Lieblingsbeschäftigungen wie schreiben, lesen und und und ...😀 ganz in der Nähe nachkommen kann. Kennst du schon (M)Eine sommerliche Reise an meine Lieblings-Lese-Orte? An diesen Orten lässt sich vorzüglich abschalten. Hier kannst du deine Seele baumeln lassen. Manchmal genügen auch nur ein paar Stunden in der Stille, um zur Ruhe zu kommen. Ich selbst habe noch keine Vorstellung davon, was dieses Jahr im Sommerurlaub ansteht. Irgendwie ist der angesichts der Gesamtsituation aus dem Fokus gerückt.  Ich habe das Glück, dort zu leben, wo andere Urlaub machen. Die Ostsee ist immer eine Reise wert, und vielleicht oder nur deshalb werde ich endlich mal wieder meine Zeit in der heimischen Gegend verbringen. Mal sehen, wohin der Wind mich treibt.  Einmal Meer ... immer Meer 🌊💙 "Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellungen mit der Wirklichkeit auszugleichen, und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten, sie so zu sehen, wie sie sind." (Samuel Johnson) (Click-to-Tweet) Wo geht für dich diesen Sommer oder bereits zu Pfingsten die Reise hin? Ich wünsche dir jedenfalls ein paar unvergessliche Feiertage.
18.05.2020
Silke schreibt
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Es gibt einige Klassiker, die ich gelesen habe. In besonderer Erinnerung sind mir dabei die Werke von Victor Hugo Der Glöckner von Notre-Dame oder Die Elenden (Teil 1 bis 3), welche auch alle erfolgreich verfilmt wurden. Auch Thomas Manns Buddenbrooks, Charlotte Brontës Jane Eyre sowie Margaret Michells Vom Winde verweht habe ich gern gelesen. Die Abenteuer des Tom Sawyer & Huckleberry Finn habe ich als Kind geliebt und auch später immer wieder hervorgeholt. Es gibt noch ein paar weitere Klassiker, die es zu lesen lohnt. Einer sollte nicht unerwähnt bleiben, denn dieser Klassiker ist mein persönlicher Favorit. Wer kennt QUO VADIS von Henryk Sienkiewicz? Dieses Buch habe ich verschlungen, wenn es auch nicht immer einfach zu lesen war. Die Szene des brennenden Roms spult sich wieder lebendig vor meinem geistigen Auge ab, wenn ich nur an das Werk denke. Dabei ist es schon einige Zeit, dass ich es gelesen habe. Der Autor hat das schwierige Thema der Christenverfolgung fesselnd und anschaulich erzählt. "Daneben sind die Hauptpersonen so lebensnah gezeichnet, dass sie sich vor dem historischen Hintergrund wirksam abheben und echte Anteilnahme erwecken. - Quo Vadis gehört zu dem Bestand an klassischen Hausbüchern, die jeder lesen und besitzen sollte." (Quelle Klappentext) Vielleicht sollte ich es mal wieder lesen ... wenn es da nicht die vielen, vielen anderen Bücher gäbe. Jedenfalls wartet mit Stolz und Vorurteil von Jane Austen ein weiterer Klassiker auf meinem SuB.  Welcher Klassiker ist dein Favorit? Warum? Was zeichnet das Werk aus und macht es besonders?
11.05.2020
Silke schreibt
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Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hatte vor einiger Zeit eine tolle Aktion ins Leben gerufen - #Autorinnenzeit. Deren Aktualität hat nicht abgenommen, im Gegenteil, Autorinnen sollte wesentlich mehr Beachtung im Literaturbereich geschenkt werden. Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke zu rücken, ist auch mein persönliches Anliegen. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch/die Bücher einer Autorin aus meinem Bücherregal hin. Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Auch verzichte ich auf die Veröffentlichung von Rezensionen. Diese sind in meiner persönlichen Online-Bibliothek abgelegt. Es gibt ein Buch, welches mir sehr nah ging. Es ist für mich eines der besten persönlichen Entdeckungen der letzten Monate - Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes. Beim Lesen des Buches sind meine Gefühle emotionale Achterbahn gefahren. Wie hat die Autorin das geschafft? Ich erkläre das mit der einfühlsamen Geschichte dieses Romans, die traurig und zugleich komisch erzählt wird und den Leser nachdenklich zurücklässt.  Kurzer Inhalt: Es ist die Liebesgeschichte zweier verschiedener Menschen, die Lovestory von Louisa und Will. Louisa Clark, etwas schräg im Modegeschmack, verliert ihren Job in einem kleinen Café. Sie fällt in ein tiefes Loch, das ihr Freund Patrick nicht ausfüllen kann. Ihre Jobsuche leitet sie zu Will. Will Traynor führt seit seinem Unfall ein komplett anderes Leben, das er so nicht möchte. Er ist stets auf die Hilfe anderer angewiesen, denn Will sitzt im Rollstuhl. Ab dem Tag, an dem sich die beiden das erste Mal begegnen, ändert sich für sie alles. Die Story wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dadurch kann man die Entwicklung der Charaktere wunderbar nachvollziehen. Moyes hat es geschafft, den Protagonisten viel Authentizität zu verleihen. Als Leser fühlt man sich ganz nah bei ihnen, ihren Gefühlen und Beweggründen für die eine oder andere Handlung.  Im Gegensatz zu dem traurigen Grundtenor des Werkes stehen die spritzigen, zum Teil komisch anmutenden Dialoge zwischen den Hauptfiguren. Ich habe ihren Umgang miteinander, vom Fremdsein bis zu ihrer Vertrautheit sehr genossen.  Das schwierige Thema dieses Buches - ich schreibe an dieser Stelle nicht worum es geht, um die Spannung für euch aufrecht zu erhalten - hat die Autorin ausgezeichnet recherchiert und stilistisch so verpackt, dass ein mächtiger Lesesog den Leser fesselt. Das Ende des Buches ist der Höhepunkt eines atemlosen Auf und Ab, und auf einmal weißt du, warum das Buch dich so begeistert, aber auch gleichzeitig zum Weinen bringt. "Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können." (Jean Jaurès) (Click-to-Tweet) Natürlich kann eine solche Gefühlsregung nicht abrupt enden. Darum freue ich mich auf die Fortsetzung der Geschichte - Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes wartet bereits auf meinem SuB. Welches Buch hat bei dir eine emotionale Achterbahn ausgelöst? Warum? 📚
04.05.2020
Silke schreibt
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Ich träume viel und bunt jede Nacht. Direkt bis in den Schlaf verfolgt, hat mich ZERBRECHLICH von Jodi Picoult. Der bewegende Roman ließ mich weder ein- noch durchschlafen.  Noch im Traum beschäftigte mich die Frage nach der richtigen Entscheidung. Mal durchlebte ich die Seiten aus der Sicht Charlottes, dann sah ich mich in der Rolle Willows - ein Wechselbad der Gefühle. Ohne es vorwegzunehmen, hat mich das Ende der Geschichte derart erschüttert, dass ich schweißgebadet erwachte, weil ein gläserner Käfig zerbrochen war.  Meine Nacht jedenfalls endete genau an dieser Stelle, und ich setzte mich an meinen Schreibtisch. Welches Buch hat dich schon einmal bis in deine Träume verfolgt? Bist du dem/der Protagonist*in begegnet oder gar selbst an seine/ihre Stelle getreten?
27.04.2020
Silke schreibt
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Seit ein paar Wochen schon hat sich unser Leben durch Corona verändert. Ich hoffe, ihr seid alle gesund und wohlauf. Den Kranken wünsche ich an dieser Stelle: Gute Besserung. Ein Stück des Weges haben wir geschafft, doch ist er längst nicht zu Ende. So langsam habe ich den Eindruck, der Corona-Koller greift nun um sich. Die einen fordern extreme Lockerungen der Maßnahmen, andere sind dagegen. Die einen halten sich an die Vorschriften, andere nicht. Zu der Sorge um die Gesundheit gesellen sich die Sorgen um Schulabschlüsse, die Wirtschaft, die Arbeitsstelle und das Gefühl des Eingeengtseins. Die Bedenken sind durchaus berechtigt und schlagen mitunter aufs Gemüt. Aber Du, ich ... wir sind damit nicht allein. Es geht vielen so. Ein Lächeln scheint manchem in diesen Tagen undenkbar. Da streiten sich Paare lauthals im Supermarkt um unwichtige Dinge. Durch das Telefon zieht der Hauch depressiver Stimmung beim Versuch, die nächsten Verwandten vom Notwendigen zu überzeugen und der Lage etwas Heiterkeit abzuringen. Die eigenen vier Wände ziehen sich zusammen und scheinen dem einen oder anderen auf den Kopf zu fallen. Also her mit den zahlreichen Kleinigkeiten des Lebens, die bunt sind und glücklich machen - Sonne, Meer, Frühling, ein gutes Buch und und und ... ein Lächeln im Gesicht. Das sorgt in diesen Tagen für Aufmunterung. Glaubst du nicht? Lies mal: Warum ein Lächeln dich und andere glücklich macht ... Also nimm dir Zeit für ein Lächeln! Dafür gibt es keine Ausreden. Ja, unter anderen Umständen hätte ich Ostern nicht zu Hause verbracht. Ich hatte die Zeit in Wien genießen wollen, in der Sonne sitzen, im Café Törtchen essen, spazieren im Schlossgarten von Schönbrunn. Es sollte nicht sein. Aber Wien läuft nicht weg, steht auch morgen noch. Ich besuche es eben später. Auch die Sicht auf manche Dinge ändert sich in diesen Zeiten. Da kann eine Erledigung online statt außer Haus getan werden, Bildbearbeitungen können warten, Zeitpläne dürfen verschoben und aktualisiert werden. Die eigene Gesundheit rückt ernsthaft in den Fokus. Floskeln - Wie geht es dir? und Bleib gesund! - stoßen auf ehrliches Interesse. Das ist ein wirklich positiver Effekt der Corona-Krise. Man rückt zusammen, hilft sich. "Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen." (Konfuzius) (Click-to-Tweet) Und obwohl alle meine Lieben daheim im Homeoffice sind, und ich immer Ruhe zum Arbeiten brauche, profitiere ich auch von der Situation. Ich schreibe viel regelmäßiger, widme mich täglich meinen Projekten und schaffe mein Tagesziel an Wörtern. Ich bin so stolz auf mich. Das gebe ich jetzt einfach mal so an euch weiter. Ich aktualisiere meine Homepage, denn ich möchte euch bald einen Überblick über meine anstehenden Werke geben. Woran ich arbeite ... Worum es in meinen Büchern geht ... Wie weit ich mit dem Stand der einzelnen bin ... Jeden Abend finde ich zudem Zeit zum Lesen, sortiere meine hauseigene Bibliothek, lese Artikel und Fachzeitschriften oder bastele an meinen Plänen. Mit der eingekehrten Ruhe habe ich nicht mehr das Gefühl, ein eigenes Rennen auf der Überholspur des Lebens zu fahren. Eine Änderung auf die Sicht der Dinge muss also nicht zum Nachteil sein. Sie tut sogar gut: Warum ich ab und zu die Sicht auf die Dinge verändere? Nicht zuletzt blieb in diesen Tagen der Veränderung Zeit zum Nachdenken über die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ist das nicht ein positiver Nebeneffekt? "Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt." (Albert Einstein) (Click-to-Tweet) Wie wahr. Doch muss man die Dinge sehen wollen und an sich heranlassen. Ich jedenfalls versuche, das auch zukünftig ein Stück weit umzusetzen, damit die Schlagzahl des Lebens zumindest etwas abgebremst wird.
23.03.2020
Silke schreibt
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Letzte Woche stand ich erstmals fassungslos vor einem Einkaufsregal. So eine Situation habe ich nie für möglich gehalten, und ich war nicht die Einzige. Ich habe mich tatsächlich gefragt, wessen Geistes Kind denn bitte solche Leute sind, die derart hamstern, dass ein normal einkaufender Bürger vor leeren Regalen steht? Es fehlen einem die Worte.  Natürlich ist die Lage eine besondere und ernst zu nehmen, natürlich haben Leute Ängste und Sorgen. Die habe ich auch. Trotzdem ist das kein Grund zu horten, dass die eigenen vier Wände zum Warenlager werden. Selbst bei höchster Alarmstufe wird eine Quarantäne mit verbundener Ausgangssperre ja wohl kein halbes Jahr andauern. Über so viel Unvernunft kann man nur mit dem Kopf schütteln. Niemand braucht rollenweise Toilettenpapier pro Woche. Bitte denkt doch auch an die Mitmenschen! Solidarität heißt das Zauberwort. Es liegt mir fern, andere zu belehren, aber es sind viele ältere Bürger, Kranke, Vorbelastete, Kinder, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sie vertrauen auf uns. Egoismus ist da fehl am Platz. Ein privater Lieferservice hilft da eher. An dieser Stelle ein riesiges Danke an alle, die für unser Wohl unermüdlich im Einsatz sind.  In diesen Zeiten zeige ich durch Abstand die Nähe zu meinen Liebsten. Ein dankbares Winken wärmt mir das Herz. Ich gebe zu, dass es mir leid tut, um all die abgesagten Abipartys, Umzüge, Mottowochen und Clubtreffen, welche nun nicht mehr stattfinden. Ich konnte den Teenager davon überzeugen, derzeit die Freunde nur online zu treffen oder zu telefonieren. Er hat es sehr bedauert, doch eingesehen. Gesundheit geht vor! Verzicht tut manchmal weh, aber hey, es ist doch nur vorübergehend. Angesichts der Situation rückt alles andere in den Hintergrund und verliert an Bedeutung. Die nächsten Wochen sind entscheidend für uns alle. Darum werde ich die Regelmäßigkeit, montags an Blogbeiträgen festzuhalten, kurzzeitig unterbrechen sowie die Social Media Präsenz etwas zurückfahren. Das reale Leben und meine Hilfe haben jetzt Vorrang. In diesem Sinne bleibt bitte gesund, passt gut auf euch und eure Lieben auf. Ich freue mich, wenn ihr  mir treu bleibt und gelegentlich hier oder auf meiner Homepage www.silkeboldt.de vorbeischaut oder mich auf den Sozialen Netzwerken besucht. Ich wünsche euch alles Gute. Wir lesen uns bald wieder, versprochen.
16.03.2020
Silke schreibt
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Dein Text bildet eine Einheit mit der Qualität. Oder etwa nicht? Immer nach Skriptende stellt sich die Frage nach dem Korrekturlesen. Viele deiner Fehler im Text kannst du selbst bereinigen. Das ersetzt jedoch kein professionelles Korrektorat. Ich habe einige Zeit damit verbracht, mir Tipps rund um das Korrekturlesen herauszusuchen. Damit du wertvolle Zeit sparst und diese zum Schreiben nutzen kannst, gebe ich 3 wichtige Link-Tipps zu diesem Thema an dich weiter. Sie helfen mir jedes Mal aufs Neue, meinen Schreibprozess zu verbessern. Es ist mühsam, einen Text zu überarbeiten. Mit Hilfe dieser Checkliste für die Überarbeitung deines Romans von Annika Bühnemann bekommst du eine Übersicht über die Überarbeitungsschritte. Schau mal rein! Rechtschreibung, Grammatik, Komma- und Zeichensetzung, Buchstabendreher und und und ... das alles fliegt einem Autoren um die Ohren, wenn der Text zum Korrekturlesen bereit liegt. Die 10 Tipps zum Korrekturlesen von epubli sind ungemein hilfreich, die Qualität deines Textes anzuheben. In meinem Blogbeitrag → LBM ... Erkenntnisse in der Nachbetrachtung noch immer aktuell ← bin ich bereits auf das Selbstlektorat für Selfpublisher eingegangen. Im Rahmen der Leipziger Autorenrunde habe ich damals die freie Lektorin Susanne Pavlovic kennengelernt. Sie legte ihr besonderes Augenmerk auf das 10-Punkte-Textlektorat von Andreas Eschbach, welches ich selbst seitdem anwende. Nach deiner ersten Korrektur schadet es nicht, den Text von jemandem anderen, möglichst keinem Familienmitglied oder dem/der besten Freund*in, gegenlesen zu lassen. So bekommst du ein erstes Feedback und löst dich von deinem inneren Blick als Autor*in. "Schreib den ersten Satz so, dass der Leser unbedingt auch den zweiten lesen will."  (William Faulkner) (Click-to-Tweet) Ich habe aber auch schon erlebt, dass das erste Gegenlesen einige Verwirrung stiftet. Probier es aus, wie du am besten die Korrektur deines Textes voranbringst. Am Ende zählt nur die Begeisterung des Lesers für dein Buch 📕 Ich wünsche dir maximalen Erfolg.
09.03.2020
Silke schreibt
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Diese Woche sollte in Leipzig wieder die Buchmesse stattfinden. Bekanntlich wurde sie abgesagt. Ausgerechnet dieses Mal hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, mal wieder dabei zu sein, um mich weiterzubilden, Autorenkollegen, Leser und Interessenten zu treffen oder die Neuigkeiten aus dem Literaturbetrieb zu erkunden. Nun denn, die nächste LBM kommt bestimmt. Die Absage der LBM ist sicherlich ärgerlich oder bedauerlich, je nachdem, für jene Autoren, die mit der Veranstaltung die Neuvorstellung ihrer Bücher verbinden. Die Messe ist eben eine ausgezeichnete Möglichkeit, das eigene Buch an den/die Leser*in zu bringen. Ich persönlich wehre mich gegen den Druck, zu jeder Buchmesse ein neues Werk vorstellen zu müssen. Ich muss gar nichts, sondern gehe die Dinge lieber langsam an. Ich will mich nicht mehr selbst in Bedrängnis bringen. Das schafft nur unnötige Spannungen und macht unzufrieden. "Zufriedenheit ist ein stiller Garten, in dem man sich ausruhen kann." (Ernst Ferstl) (Click-to-Tweet) Natürlich bin ich weit entfernt davon, mich auf den Lorbeeren auszuruhen.  Eigentlich ist ja die Winterzeit geradezu ideal, seine Projekte voranzutreiben, aber im Augenblick habe ich Schwierigkeiten, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Alle Wege scheinen von Dornen besetzt. Zudem schwirrt mir der Kopf um Themen, die nicht das Schreiben betreffen. Deshalb komme ich nur sehr mühsam voran mit meinen Projekten, viel mehr arbeite ich an meinem Blog, der Homepage, beschäftige mich mit Social Media und anderen Dingen. Wenn ich schreibe, dann an meinem 3. Krimi. Der List 3 lässt mich nicht los. Der 2. steckt immer noch in der Korrektur. Das laute Vorlesen unterlasse ich weiterhin, da ich meine Stimmbänder seit der Kehlkopfentzündung Ende letzten Jahres schonen muss. Ich denke über andere Korrekturmöglichkeiten nach. Immer wieder werfen mich irgendwelche Angelegenheiten im Tagesgeschäft zurück, bremsen mich ein und am Ende habe ich mein Tagesziel verfehlt. Unter die Enttäuschung mischt sich mitunter das Gefühl der Überforderung. Ich kämpfe dagegen an und stecke mir kürzere Ziele. Die Einteilung in kleinere Abschnitte macht mir Mut an gewissen Abläufen festzuhalten. "Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen." (Ernst Ferstl) (Click-to-Tweet) Ich setze mich also gerade mit einigen Widersprüchlichkeiten auseinander, brüte über meine Ausrichtung und arbeite an einer Strategie, meine Bücher zu veröffentlichen. Ich weiß noch nicht, wie die Sache ausgeht, aber eines ist gewiss, ich schreibe weiter und lasse mir die Zuversicht nicht nehmen.
02.03.2020
Silke schreibt
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... hast Du mich einst gefragt. Damals wusste ich keine Antwort darauf, ich lebte eine glückliche Kindheit. Und ehrlich: das Glück blieb mir bisher größtenteils treu im Leben, bis auf ein paar Ausnahmen. Die kennst Du bestimmt, auch wenn Du nicht mehr bei mir bist. Selbst nach vielen Jahren erinnere ich mich an die Einzelheiten eines unserer letzten Gespräche. Die Verzweiflung stand Dir ins Gesicht geschrieben. Die Aussicht auf eine Spenderleber war denkbar schlecht, mehrere Jahre Wartezeit hieß es. Doch wollten wir die Hoffnung nicht vorschnell aufgeben. Immerhin war Dir schon ein Mal Zeit geschenkt worden, Zeit, in der Du erkannt hattest, wie wertvoll leben ist. "Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden." (Mark Twain) #zitat (Click-to-Tweet) Oft dachten wir an den jungen Motorradfahrer. Durch ein Unglück verlor er sein Leben und rettete Dir das Deine mit einer Niere. Wir feierten damals das Glück, als Dein Körper das fremde Organ angenommen hatte. Seit jenem Tag hattest Du zwei Mal im Jahr Geburtstag. 13 Jahre wurden Dir geschenkt. 13 Jahre, in denen Du mit uns weiterleben durftest. 13 Jahre, die im Laufe der Zeit immer wertvoller wurden, besonders für Dich. "Siehe jeden Tag an wie ein Blatt im Wanderbuch Deines Lebens. Sorge dann dafür, dass auf jedem Blatt etwas Gutes aufgezeigt wird." (Alban Stolz) #zitat (Click-to-Tweet) Es hatte nicht geklappt mit der Spenderleber für Dich. Doppeltes Glück war Dir nicht vergönnt. Seit dem Tag, an dem Du mit dem Schiff Deine letzte Reise angetreten hast, trage ich einen Organspenderausweis bei mir. Du hast mich einst gefragt, ob ich wüsste, wie wertvoll leben ist. Seit dem Tag, da Du nicht mehr bei mir bist, weiß ich es.
24.02.2020
Silke schreibt
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Immer wieder gern stelle ich mich den Fragen meiner Leser*innen. Ich freue mich über das große Interesse an meiner Arbeit und bedanke mich bei allen Unterstützern. Woher kam die Idee für den Krimi IM ZAUBER DER MADONNA? Mich inspirierte mein damaliger Wohnort mit seinen facettenreichen Charakteren. Es genügte, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen. Welchen Schritt hast du für die Umsetzung des Kriminalromans zuerst in Angriff genommen? Ich notierte mir in groben Zügen das Handlungsgerüst und legte stichpunktartig die Eigenschaften meines Titelhelden fest? Gibt es ein Exposé? Zuerst glaubte ich, ohne auskommen zu können. Meine Meinung änderte ich zügig. Ja, es gibt ein Exposé. Im Zauber der Madonna - Silke Boldt Wie lautet die Zusammenfassung deines Buches? Im Mittelpunkt steht der Mord an einem vermögenden Kunstsammler.  Die Story wird durch mehrere Wendungen, der bewegenden Vergangenheit des Opfers sowie der Entwicklung des zuständigen Hauptkommissars und seiner Konfrontation mit privaten Unzulänglichkeiten inszeniert. Sind weitere Teile der List-Reihe geplant? Ja. Der zweite, komplett überarbeitete Teil steckt in der Korrektur. Warum der 2. Krimi bisher nicht erschien und welche Schwierigkeiten ich mit dem Schreiben hatte, lest ihr hier: Warum mein 2. Krimi mich selbst verfolgte, und wie ich damit umging. Für den 3. Krimi steht das Handlungsgerüst und die ersten 30 Seiten sind geschrieben. Wie bist du zum Schreiben gekommen? Vom Tagebuch, über Kurzgeschichten und nach einem Fernstudium fühlte ich mich zum Bücherschreiben berufen. Wie sieht dein Schreib-Alltag aus? Unspektakulär, aber diszipliniert, arbeite ich vormittags in meinem Büro an der Umsetzung meiner Ideen. Neben dem Schreiben, recherchiere ich und sichte News und E-Mails. Dazu überlege ich mir sinnvolle Marketingmaßnahmen und Strategien, um mein Buch und mich als Autorin bekannter zu machen. Welcher Teil des Schreibprozesses ist der schönste? Den letzten Satz eines Manuskriptes zu schreiben. Welcher Teil ist der schwierigste? Der erste Satz. An dem kann ich mir schon mal die Zähne ausbeißen. Was tust du gegen Schreibblockaden? Die kenne ich nicht. Sollte es einmal weniger gut laufen, bietet mein Garten stets eine willkommene Abwechslung, oder ich unternehme einen ausgedehnten Spaziergang am Meer. Welches Genre liest du am liebsten? Thriller und Kriminalromane, in denen der Held nicht mit actionreichem Draufgängertum, sondern mit dem Einsatz seiner ‚grauen‘ Zellen besticht, denn: "Schreiben heißt, sich selber lesen." (Max Frisch) #zitat (Click-to-Tweet) Wie stellst du dir deine Zukunft als Autorin vor? Ich schreibe Bücher und Bücher und Bücher. Diese sind von den Lesern begehrt und in allen Buchhandlungen sowie Online-Shops erhältlich. Wo finden dich die Leser im Internet? Auf meiner Homepage: www.silkeboldt.de und meinem Blog: http://silkesblog0803.blogspot.de   sowie auf den sozialen Netzwerken: Ein einfacher Weg, wie du mich sicher im Sozialen Netzwerk findest.  Welchen Tipp gibst du anderen Autoren? Schreiben und Schreiben, immer weiter, und nie den Glauben an sich selbst verlieren ... "Glauben - das heißt: nicht zweifeln!" (Dag Hammarskjöld) #zitat (Click-to-Tweet)  ... auch dann nicht, wenn es schwerfällt, denn irgendwann werden Disziplin, Fleiß und Durchhaltevermögen belohnt. 

Mein Lesestatus

Schuldig

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Familiäre Missverständnisse, Verrat und Vergebung