Silke Boldt Autorin
Silke BoldtAutorin  

Inhalt:

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Leseprobe:

Finn hetzte mit dem Fahrrad durch Rostocks Innenstadt Mit zunehmendem Wind hatte der Regen wieder eingesetzt. Die düsteren Wolken steigerten sein ungutes Gefühl.
Er hatte mehrfach vergeblich versucht, Alina zu erreichen. Immer nur war ihre Mailbox angesprungen. Sämtliche Nachrichten von ihm hatte sie unbeantwortet gelassen. Dabei hatten sie sich mittags in der Stadt treffen wollen.
Er machte sich ernsthafte Sorgen um sie. 
Die letzten Monate ihrer Beziehung waren alles andere als glücklich. Trotz einiger Andeutungen war ihm nicht bewusst, was zum veränderten Verhalten seiner Freundin geführt hatte. Ihr untröstlicher Schmerz hing nicht mit ihm zusammen, hatte sie mehrfach unter Tränen beteuert.

Seine Zärtlichkeiten wies sie von sich. Mitnichten beschlich ihn das Gefühl, sie war seiner überdrüssig. Letztlich schob er ihren wechselnden Gemütszustand auf die derzeitige schwierige Studienphase. 
»Al?«, stürmte er zur Haustür hinein, warf den Schlüssel achtlos auf die Anrichte. »Bist du da?« 
Stille. 
Er ließ die nasse Jacke im Flur fallen, streifte hastig die Schuhe von den Füßen und lief ins Wohnzimmer. Nichts. Skeptisch betrachtete er die Gläser auf dem Tisch, die Überbleibsel des gestrigen Abends.
»Al, das ist nicht witzig«, schwankte er zwischen Wut und Verzweiflung. »Wir beide waren in der Stadt verabredet.«
Die anhaltende Ruhe verunsicherte ihn. Er durchstreifte die Küche, wo sich der Abwasch türmte, und lief ins Schlafzimmer. Die ungemachten Betten und der offene Kleiderschrank irritierten ihn. Kleidungsstücke, Bettlaken und Bezüge waren herausgerissen und lagen überall im Raum und auf der breiten Doppelcouch verstreut. Sein Blick glitt kopfschüttelnd über die Unordnung. Gedankenlos hob er einen Strumpf auf, der verloren auf dem Fußboden lag. 
Dann sah er die Blutspur. Sie zog sich vom Bett bis ins angrenzende Badezimmer.
»Al«, stürzte er durch die Tür. »Was ist passiert?«
Verstört hielt er inne. 
Das Bad war leer. Doch bot es den Anblick eines Schlachtfeldes. Offene Tiegel und Tuben, aufgerissene Schranktüren und ein völlig verschmierter Spiegel.

War das Blut? Eisige Kälte umhüllte ihn. 
Er würgte an dem Kloß in seinem Hals, als er in der Ecke die blutige Kleidung entdeckte. Fröstelnd starrte er hinab auf das winzige Teil in seiner Hand. 
»Nein«, entglitt ihm wimmernd das blutbefleckte Babysöckchen ...

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Seitenzahl: 3